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Buurtzorg trägt zur Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen bei

Hannover. Die Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni) ist ein Aktionsbündnis aller an der Pflege beteiligten Akteure wie die Landesregierung, Kranken- und Pflegekassen Leistungserbringer, Gewerkschaft und Pflegekammer in Niedersachsen. Diese einigten sich in lösungsorientierten Verhandlungen auf wesentliche Punkte, um die Situation von Pflegebedürftigen, aber vor allem auch Pflegekräften in Niedersachsen, deutlich zu verbessern. Zu den wesentlichen Punkten gehören:

  • Pflegekräfte sollen in Niedersachsen künftig mehr verdienen, ihre Arbeitsbedingungen werden verbessert.
  • Leistungen in der ambulanten Pflege werden höher vergütet.
  • Die Tarifbindung in der Pflege wird gestärkt.
  • Innovative Ansätze zur Versorgung von Pflegebedürftigen werden entwickelt und umgesetzt.
  • Die Suche nach freien Pflegeplätzen wird erleichtert.

Unter Punkt 4. “innovative Ansätze zur Versorgung von Pflegebedürftigen” wurde explizit das niederländische Buurtzorg Modell genannt. Um genaueres über die Implementation des Modells in Deutschland zu erfahren, empfing die niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Dr. Carola Reimann am 22. Januar 2020, den Geschäftsführer von Buurtzorg Deutschland Gunnar Sander.

Dieser berichtet ausführlich von den neuen Ansätze kleiner, selbstorganisierter Teams, die eigenständig alle Entscheidungen über ihr Team treffen ohne hierarchische Leitung. Zudem binden die Pflegenden das soziale Umfeld der zu pflegenden Menschen stark mit ein, mit dem Ziel, die Eigenständigkeit und Autonomie jedes einzelnen so gut es geht wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern. Herr Sander sprach des Weiteren über die Erfolge, die man bereits mit vier Pflegeteams in NRW und einem in Leipzig feiern konnte und räumte Zweifel über das Gelingen einer solchen Innovation aus dem Weg.

Die Ministerin zeigte sich sehr interessiert und man beschloss zwei bis drei Teams auch in Niedersachsen mit der Unterstützung des Landkreises Osnabrück aufzubauen.