Eröffnungsveranstaltung Buurtzorg Leipzig

 

Seit Februar arbeitet auch ein Buurtzorg-Team in Leipzig. Nun fand die offizielle Startveranstaltung für das erste Leipziger Pflegeteam im UT Connewitz statt. Der Einladung folgten rund 100 Gäste.

Tobias Bosold, Mitinitiator und Träger des Leipziger Buurtzorgteams, bekräftigte die Notwendigkeit einer Rückkehr zu einer echten mobilisierenden Pflege durch kleine Teams aus gleichberechtigten Pflegefachkräften. Gleichzeitig fordert er bessere Rahmenbedingungen für die ambulante Pflege und einen offenen Dialog mit den Kostenträgern. Mit Verweis auf die Herausforderungen in der pflegerischen Versorgung in Sachsen stellte er klar, dass jetzt etwas geschehen muss. Die Ergebnisse einer Evaluation des Modellprojekts in NRW abzuwarten, die 2021 vorliegen sollen, würde deutlich zu lange dauern.

Herr Schulze von Arbeit und Leben e. V. Leipzig legte direkt den Finger in dieselbe Wunde. Er verwies auf den dringenden Handlungsbedarf in der häuslichen Pflege. Dies entspräche auch den Empfehlungen des im Januar 2019 veröffentlichten Berichts der sächsischen Enquete-Kommission „Sicherstellung der Versorgung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege älterer Menschen im Freistaat Sachsen“.

Gunnar Sander als Vertreter von Buurtzorg Deutschland und Rahmengeber für vier Buurtzorg-Teams in Nordrhein-Westfalen gab einen sehr plastischen Einblick in die Arbeitsorganisation und die sehr schlanke Verwaltung des niederländischen Vorzeige-Modells.

Auch Frau Mimus, Vertreterin der Stadt Leipzig freute sich über das Leipziger Buurtzorg-Team. Insbesondere die steigende Zufriedenheit bei den sich selbstorganisierenden Kolleginnen sei ihr wichtig.

Den musikalischen Rahmen bildete das Leipziger Querflötenquintett „Quintessenz“. Passend zum Anlass wurde eine Komposition von Julius Röntgen vorgetragen, einem deutsch-holländischen Komponisten.

 
Johannes Technau